Generation XYZ – Beziehungsqualität erhöhen und Azubis langfristig binden

Es ist nicht damit getan, Imagefilme von Agenturen drehen zu lassen und Werbebroschüren von Marketing-Fachleuten herbeizuzaubern, in denen zum Ausdruck kommt, was für ein toller Arbeitgeber man doch ist. Es muss um viel mehr gehen.

Talente recruitieren und langfristig im Unternehmen einplanen

Talente recruitieren und langfristig im Unternehmen einplanen

Warum?

Wenn man Zukunftsforschern glauben kann, dann werden im Jahr 2025 die Arbeitnehmer zu großen Anteilen aus sog. Freelancern bestehen, also Menschen, die einfach einmal auf Zeit bestimmte Arbeitsbereiche ausprobieren oder aber auch mehrere Jobs haben, um finanziell über die Runden zu kommen.

Die Betriebe werden sich zu sog. Caring companies weiterentwickeln.

Welche Faktoren spielen für die Wahl des Arbeitsplatzes eine Rolle?

Viele Arbeitgeber versuchen mit besonderen „Highlights“ kompetente Fachkräfte zu locken. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass Geld und materielle Anreize bald reizlos werden, wenn sie zu sehr ausgereizt werden.

In der freien Wirtschaft wird immer wieder mit diesen Methoden gearbeitet und auf den ersten Blick scheinen sie auch zu funktionieren.

Die Arbeitgeber und Arbeitnehmerbeziehung ist schon lange im Wandel

Unternehmen müssen mit den jungen Leuten in Beziehung gehen; letztlich individualisierte Berufswege aufzeichnen, junge Talente in ihren Stärken weiterentwickeln und ihnen Raum geben zu wachsen. Es sind „Nach-Wuchs-Kräfte“, dann müssen wir sie auch dabei unterstützen.

Die Personalentwicklung muss sich in eine Potentialentfaltung verändern, was bedeutet, dass weg von Methodik und Didaktik mehr aus dem mathetischen (nicht mathematischen!) Blickwinkel zu schauen ist

Nach dem Gallup-Engagement-Index aus dem Jahr 2015 sehen 87 % der Befragten es als wichtig an, dass eine „konsequente Erfüllung der zentralen Bedürfnisse am Arbeitsplatz“ stattfinden muss. Dies führt vermutlich auch zu einer höheren Bindung und das beginnt schon in der Ausbildung.

Methodik und Didaktik betrachten das Geschehen meist nur aus der Sicht

Aber der Wurm an der Angel muss doch dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Damit sind im wesentlichen auch Beziehungsbedürfnisse angesprochen, die befriedigt werden wollen und auch müssen.

Alle die oben genannten Faktoren können dazu führen, dass das Image eines Unternehmens nach und nach eine Imageveränderung erfährt, was sich in verschiedensten Kommunikationskanälen wiederfindet.

Die jungen Mitarbeiter sind gut vernetzt, Facebook, Whatsapp, usw. und das, was wir als Arbeitgeber tatsächlich zu bieten haben und das, was wir vielleicht mit Broschüren und Lippenbekenntnissen vorgeben zu sein, wird durch das tägliche Erleben schnell entlarvt, wenn es nicht stimmt.

Gerade dann ist der Schaden für das Ansehen des jeweiligen Hauses umso größer. Daher sind die Unternehmen auch gut beraten, wenn sie sich für diese Mammutaufgabe auch einmal kurzzeitig fremde Hilfe holen und dann die „Personalstrategie 2030“ irgendwann aus eigener Kraft vorantreiben.

Ehrlich bleiben scheint mir hier wichtig zu sein, denn Lügen haben bekanntlich kurze Beine und wer will schon mit kurzen Beinen in einer Verrentungs-Flut stehen.

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